Raum für Mensch und Natur: Bauen und Wohnen

Um Flächen für Natur und Landwirtschaft zu schützen und zugleich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, müssen wir dichter und vielfältiger bauen als bisher.

Neben den Menschen ist der Boden die wichtigste Ressource Bornheims. Wohnungsbau, Gewerbe und Verkehr benötigen allerdings immer mehr Platz – auf Kosten von Landwirtschaft und Natur. Da wir jeden Quadratmeter nur einmal nutzen können, haben die Bornheimer GRÜNEN zahlreiche Ideen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs entwickelt (Bornheim 2030).

Das Problem: In den letzten Jahrzehnten wurden (unter Verantwortung der CDU) fast nur platzraubende und teure Einfamilienhäuser gebaut, während preiswerte Wohnungen für Singles, Senioren oder Familien fehlen. So nachzulesen im Handlungskonzept Wohnen in Bornheim, das empirica für die Stadt erstellt hat. Dieser Siedlungsbrei frisst Ackerflächen, zerstört die Dörfer und treibt die Mieten und Baulandpreise in die Höhe. Die Lösung: Wir bauen statt 20 Einfamilienhäusern pro Hektar 50 bis 60 unterschiedlich große Geschosswohnungen. So schaffen wir nicht nur lebenswerte Quartiere mit bezahlbarem Wohnraum, Kitas, Geschäften und Gastronomie, sondern wir sichern zugleich wertvolle Freiflächen für Natur und Landwirtschaft.

Darüber hinaus haben die Bornheimer GRÜNEN viele Ideen, um die alten Dorfkerne wiederzubeleben und seniorenfreundlich umzugestalten – etwa durch Beseitigung von Leerständen, Erhalt von Geschäften und Einrichtung von Treffpunkten.

Die Stadt kann aber noch mehr tun: Ein städtisches Baulandmanagement soll künftig dafür sorgen, dass die Stadt unabhängig von Investoren eigene Vorstellungen verwirklich kann. Und eine städtische Wohnungsbaugesellschaft schafft geförderten und damit bezahlbaren Wohnraum – vielfältig, barrierefrei, ökologisch und klimaneutral. Es darf in Bornheim kein Neubaugebiet mehr ohne Quartiers- und Mobilitätskonzept geben, ohne Dachbegrünung und Solaranlagen.

Noch klimafreundlicher ist Nicht-Bauen: Ein städtischer Wohnraum-Manager soll ungenutzten Wohnraum nutzbar machen, indem z.B. Senioren ihre großen Häuser gegen moderne, barrierefreie Wohnungen tauschen können, während zugleich Familien ein Zuhause finden. Umbauten, Untervermietung und die Nutzung leerstehender Einliegerwohnungen sind andere Möglichkeiten, ohne Neubauten zahlreiche neue Wohnungen zu schaffen.