Nur ein familien- und kinderfreundliches Bornheim ist auch ein zukunftsfähiges Bornheim

Wir GRÜNEN engagieren uns schon lange für gute Kinderbetreuung und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In der Corona-Krise haben wir erlebt, was passiert, wenn Kita und Co. wegbrechen und Eltern, insbesondere Mütter, mit der Kinderbetreuung alleine gelassen werden. Damit das nicht noch einmal passiert, setzen sich die GRÜNEN auf der Landesebene für regelmäßige und flächendeckende Tests in Kitas (und anderen großen Einrichtungen und Betrieben) ein, um Infektionsherde frühzeitig zu erkennen. Denn Kinder und Familien leiden unter einem Lockdown mit am meisten.

Wir GRÜNEN setzen uns für ausreichend Plätze in Kitas und bei Tageseltern in der Nähe des Wohnortes ein. Verlässlichkeit und Qualität sind für Eltern die wichtigsten Anforderungen an Kindertagesstätten. Man möchte mit einem guten Gefühl zur Arbeit fahren und die Kinder gut versorgt wissen. Dazu braucht es ausreichend Fachkräfte, die jedes Kind individuell fördern können. Wir stehen für flexiblere Öffnungszeiten und die Ausweitung des Ganztagsangebots an Schulen und Kitas. Zu einer guten Ganztagsbetreuung gehört auch ein ausgewogenes, gutes Mittagessen für alle Kinder.

Bornheim ist in den vergangenen Jahren seiner Verpflichtung zum Ausbau der Kita-Plätze nicht gerecht geworden. Zwar sind drei Kindertagesstätten in Neubaugebieten in Planung, aber diese kommen viel zu spät. Der Mangel an Kinderbetreuungsplätzen ist seit langem bekannt. Künftig muss Bornheim beim Ausbau viel schneller sein, z. B. über ein besseres Zusammenspiel in der Verwaltung und eine bessere Koordination bei der Errichtung neuer Baugebiete.

Zusätzlich muss sich Bornheim verstärkt um mehr ErzieherInnen bemühen, denn schon jetzt müssen Kindertagesstätten wegen des Mangels an Fachpersonal bei hohem Krankenstand geschlossen werden. Das hat insbesondere in Walberberg im letzten Jahr mehrfach zu Unmut geführt. Der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze darf nicht dazu führen, dass es bei der Verlässlichkeit zu weiteren Problemen kommt.

Für uns Grüne ist außerdem zentral, dass Kinder, Jugendliche und Eltern bei der Gestaltung ihrer Lern- und Lebenswelten mitbestimmen können. Denn wir nehmen diejenigen ernst, denen die Zukunft gehört.

DAS WOLLEN WIR ERREICHEN:

  • Wir GRÜNEN wollen Verlässlichkeit: Dazu gehört die schnelle Schaffung der derzeit benötigten 22 Kita-Gruppen. Dann bekommt jedes Kind wohnortnah einen Platz, dann sind genügend U3-Plätze vorhanden und dann können beide Elternteile arbeiten gehen.
  • Um die Qualität in den Kitas zu gewährleisten, fordern wir GRÜNEN die Entwicklung eines Personalentwicklungskonzepts, das die Einstellung von bis zu 30 neuen ErzieherInnen organisiert. Zum einen muss die Überbelastung der ErzieherInnen reduziert und zum anderen müssen die Anforderungen des KiBiz berücksichtigt werden.
  • Qualität bedeutet für uns ein vielfältiges Angebot. Der neue Waldkindergarten in Merten ist für uns ein Beispiel von qualitativer Weiterentwicklung unseres Kitaangebots. Diesen Weg wollen wir weiter gehen und durch Waldgruppen an regulären Kitas oder weiteren Waldkindergärten das Angebot ausweiten.
  • Qualität heißt, dass das Angebot zur Nachfrage passt. Konkret wollen wir versuchen die Betreuungszeiten flexibler zu gestalten, damit insbesondere berufstätige Eltern auch ein Angebot finden, das zu ihren Zeitplanungen passt.
  • Qualität bedeutet für uns: ausreichend Platz in den Kitas. Die neugebaute Kita Rilkestraße ist dabei ein gutes Beispiel, wie man mit den Anforderungen des Raumbedarfs umgehen kann. Wir GRÜNEN wollen ein Sanierungs- und Neubaukonzept mit Prioritäten aufstellen (die Kindertagesstätte Flora in Waldorf hat die höchste Priorität). Neben der frühzeitigen Planung der notwendigen Kindertagesstätten und Schulen in Neubaugebieten ist auch der frühzeitige Erwerb von Flächen und Reserveflächen dafür wichtig. Dann kann man schneller auf fehlende Plätze reagieren.

Wir GRÜNEN setzen uns außerdem seit Jahren in den Gesprächen zur Elternbeitragssatzung für eine Ausweitung der Beitragsfreiheit ein. Bisher hat uns die finanzielle Situation Bornheims dort kaum Handlungsoptionen eröffnet, da wir in der Haushaltssicherung und deshalb an sehr strenge finanzielle Grenzen gebunden waren. Sobald wir aber mehr Freiheit in der Frage der Mittelverwendung erhalten, werden wir uns im Stadtrat für die Ausweitung der Beitragsfreiheit einsetzen.

Insbesondere in Hochbelastungszeiten wollen wir die Elternbeiträge senken. Dies wäre durch eine altersunabhängige Elternbeitragssatzung schon jetzt möglich gewesen, ist aber im Stadtrat leider nur als Prüfauftrag für das nächste Jahr beschlossen worden.

Um eine größere Akzeptanz bei den Elternbeiträgen zu erreichen, fordern wir GRÜNEN zudem eine transparente Berechnung der Beitragsstufen, die entweder linear oder einkommensgebunden sein soll.