Gute Schulen und gleiche Bildungschancen für unsere SchülerInnen in Bornheim

Wir Bornheimer GRÜNEN setzen uns für gute Bildung, hochwertige und inklusive Ganztagsangebote, die Förderung der Schulsozialarbeit und eine moderne digitale Ausstattung aller Bornheimer Schulen ein. Damit wollen wir allen Kindern und Jugendlichen unserer Stadt die gleichen Bildungschancen ermöglichen.

Die Bornheimer Schullandschaft ist mit ihrem vielfältigen Schulangebot gut aufgestellt. Allerdings hakt es an der einen oder anderen Stelle. Die Bornheimer GRÜNEN werden die Weiterentwicklung der Schulen in den nächsten Jahren engagiert begleiten und sich dafür einsetzen, dass Bornheims Schulen auch weiterhin vorbildliche und engagierte Schul- und Unterrichtsentwicklung betreiben können.

Ausbau und Weiterentwicklung der Schulen

Aufgrund von erhöhten Geburtenzahlen und Zuzügen junger Familien werden in den nächsten Jahren mehr Schülerinnen und Schüler als eigentlich angedacht zunächst die Grundschulen und später dann die weiterführenden Schulen im Stadtgebiet Bornheims besuchen. Die Stadt als Schulträger ist deshalb gefordert, den an den Schulen bestehenden Sanierungsstau zügig anzugehen und sich darüber hinaus um den Ausbau sowie die Weiterentwicklung der Schulen zu kümmern.

An so gut wie allen Schulen im Stadtgebiet stehen Baumaßnahmen an. Für diese nimmt die Stadt nach eigenen Angaben mindestens 94 Millionen Euro in die Hand. Es ist nun wichtig, dass diese Maßnahmen in den nächsten Jahren schnell umgesetzt werden!

Besonders große Umbauten, Sanierungen bzw. Erweiterungen stehen an den Grundschulen in Bornheim, Roisdorf, Sechtem sowie Walberberg an. Bei den Grundschulen ist es wichtig, dass die Sanierungen / Erweiterungen jetzt angegangen werden, denn nach dem Willen der Bundesregierung soll ab 2025 ein Rechtsanspruch auf OGS-Betreuung gelten. Die Stadt muss also jetzt handeln!

Bei den weiterführenden Schulen steht die Umwandlung der Heinrich-Böll-Sekundarschule zur Gesamtschule an. Im Neubaugebiet ME 18 soll an der Strecke der Stadtbahnlinie 18 auf 17.000 Quadratmetern eine vierzügige Schule mit Dreifachturnhalle entstehen, mit Option auf einen fünften Zug. Das Projekt soll frühestens 2026 fertig sein, Kostenpunkt 50 Millionen Euro. Aufgrund steigender Baukosten rechnet die Stadt mittlerweile mit 70 Millionen Euro.

Dann gibt es da noch die Maßnahmen an der Europaschule. Es stehen der Abriss der alten Turnhalle und der Neubau der Dreifachturnhalle sowie die Erweiterung der Schule an. Das Projekt soll der Stadt zufolge 2023 fertiggestellt sein, die Kosten belaufen sich auf rund 26 Millionen Euro. Gleichzeitig sind wegen des Alters des Schulgebäudes zusätzliche Sanierungen nötig.

Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium (AvH) ist bereits im Sommer 2018 zu G9 zurückgekehrt. Die Schule benötigt nun mehr Unterrichts-, Fach- und Lehrerarbeitsräume. Im Jahr 2023 soll ein entsprechender Umbau abgeschlossen sein. Obwohl die Kosten gesetzlich durch den Belastungsausgleich des Landes abgedeckt sind, rechnet der Bürgermeister damit, dass diese Fördermittel nicht ausreichen werden.

Für die Verbundschule ist ein Anbau der Mensa und zweier Schulräume sowie die Sanierung der Turnhalle vorgesehen. Konkrete Pläne von Seiten der Stadt liegen noch nicht vor.

Wir Bornheimer GRÜNE werden die Stadt bei den ganzen genannten Maßnahmen aktiv begleiten. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Raumkapazitäten an den Grundschulen und in den einzelnen Offenen Ganztagsschulen (OGS) rechtzeitig erhöht werden, damit alle Kinder wohnortnah einen Platz an der gewählten Grundschule und darüber hinaus in deren OGS finden. Wir werden die Stadt stetig daran erinnern, dass bei einem evtl. Rechtsanspruch auf OGS-Betreuung im Jahr 2025 gemeinsam mit den Grundschulen rechtzeitig (!) entsprechende Raumkonzepte entwickelt werden. Die Zusammenarbeit und den Austausch der Stadt mit den jeweiligen OGS-Trägern werden wir kritisch begleiten.

Wir werden dafür Sorge tragen, dass die Schulentwicklungsvorhaben, Umbaumaßnahmen sowie Sanierungen aller Schulen zügig und für alle zufriedenstellend umgesetzt werden! Unser Angebot an den Schulträger ist es, uns mit Fachwissen und eigenen Ideen einzubringen, dabei kritisch zu hinterfragen und als Ansprechpartner*in jederzeit zur Verfügung zu stehen!

Förderung der Schulsozialarbeit

Wir Bornheimer GRÜNE setzen uns für die Förderung und den Ausbau der Schulsozialarbeit ein. Hierbei werden wir unseren Blick auf den Bedarf jeder Schule lenken. Bornheims Schulsozialarbeiter*innen leisten wertvolle Integrationsarbeit, denn sie befassen sich täglich sowohl mit der Prävention, der Lösung als auch der Beseitigung von Problemstellungen im sozialen Bereich. Bornheims Schulsozialarbeiter*innen beraten nicht nur die Bornheimer Schülerinnen und Schüler, sondern auch deren Familien. Sie beraten sowohl zu familiären als auch schulischen Problemen und stellen somit ein überaus wichtiges Bindeglied zwischen Familie und Schule dar. Wir sehen es als wichtig an, dass an jeder Grundschule ein/e Schulsozialarbeiter*in tätig ist, an den weiterführenden Schulen sollte pro 500 SchülerInnen ein/e Schulsozialarbeiter*in als Ansprechpartner*in vor Ort sein. Dies bedeutet, dass wir in naher Zukunft mehr Schulsozialarbeiter*innen an den Schulen sehen! Wir Bornheimer GRÜNEN setzen uns dafür ein, dass die Schulsozialarbeit aufgewertet wird! Hierfür muss der von der Stadt bereitgestellte Etat „Schulsozialarbeit“ unbedingt aufgestockt werden!

Digitales Lernen fördern

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig eine funktionierende digitale Infrastruktur an allen Schulen ist. Wir Bornheimer GRÜNEN setzen uns dafür ein, dass an allen Bornheimer Schulen die Voraussetzungen für digitales Lernen geschaffen und Rahmenbedingungen sowie die entsprechende Infrastruktur zügig zur Verfügung gestellt werden. Nur so kann die Digitalisierung an den Schulen tatsächlich umgesetzt werden! In den Wochen vor den Sommerferien wurde landesweit sichtbar, dass das Lernen auf Distanz an Schulen ohne WLan, ohne eine ausreichende Anzahl von Computern oder Laptops sowie IPads einfach nicht stattfinden kann. Deshalb werden wir Bornheimer GRÜNE uns für eine entsprechende Ausstattung an allen Bornheimer Schulen einsetzen! Wir möchten, dass die Bornheimer Schulen sowohl für den Fall einer etwaigen Schulschließung als auch für den Regelunterricht bestmöglich ausgestattet sind. Dies bedeutet, dass hier schnelles Handeln erforderlich ist! Für uns ist es dabei selbstverständlich, dass die Stadt Systemadministratoren zur Verfügung stellt, damit das schulische Netzwerk verwaltetet und entsprechend weiterentwickelt werden kann.

Am Donnerstag, den 16.7.20, verkündete Schulministerin Gebauer in einem Gespräch mit dem WDR, dass bedürftige Schülerinnen und Schüler sich zukünftig Laptops oder Tablets für den digitalen Unterricht in den Schulen ausleihen können. Ministerin Gebauer findet es „wünschenswert“, wenn die Schulen schon zum Start des neuen Schuljahres über die Geräte verfügten. Wir finden diesen Vorschlag des Ministeriums sehr begrüßenswert! Allerdings stellen wir uns die Frage, wie der Schulträger die Endgeräte nun innerhalb von drei Wochen zur Verfügung stellen soll. Zurzeit sind Sommerferien! Dann bedarf es sicherlich eines Austausches zwischen Schulträger und Schulen, in dem geklärt werden muss, wie viele Endgeräte die jeweilige Schule benötigt. Weiterhin stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien ein Endgerät an ein bedürftiges Kind ausgegeben werden soll. Wer gibt diese Kriterien vor? Und schließlich: wer weist die Kinder in die Benutzung der Geräte ein (IT-Service der Stadt, Lehrkraft (zurzeit herrscht Lehrkräftemangel)? Hier gibt das Ministerium keinerlei Vorgaben. Diese benötigen aber sowohl die Schulträger als auch die Schulen, um den Vorschlag des Ministeriums schnellstmöglich umsetzen zu können.